Zwei skurrile Typen sprechen den Männern aus der Seele

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 20.September 2010 von Claudia Erbert; Fotos: Lutz Weidler

Die Bierhähne Blumi und Hans-Jürschn haben im Volkshaus über ihre Frauen Ilona und Bärbel geplaudert.

Mit Wollmütze und Sporthose bis unter die Achseln gezogen begrüßen die Bierhähne die Gäste im Volkshaus Döbeln. Gerade weil sie aussehen wie zwei Typen aus der Eckkneipe scheinen sie sofort einen Stein im Brett zu haben.

Ein Wortwechsel, eine bekannte Melodie am Keyboard, darauf ein deutscher Text à la JBO ist das Konzept der beiden singenden Komödianten. Auch wenn die Textverständlichkeit durch die Technik ab und zu etwas zu wünschen übrig lässt, dauert es keine fünf Minuten, bis das ganze Publikum zu „Himmelblauer Trabant“ mitklatscht und singt.

So schnell gibt’s selten Stimmung. Und die hält sich den ganzen Abend. Ohne Pause reihen sich die teils bekannten, aber oft so treffenden Gags aneinander, dass vielen schon nach kurzer Zeit vor Lachen der Bauch weh tut. Blumi stellt an sich fest, dass sein Freund Hans-Jürschn wenigstens global dick ist, er aber frontal, so dass seine Beine nach hinten gewandert seien: Im Profil macht er deutlich, was er meint und demonstriert seine eindrucksvolle Wampe. Die lässt er nicht nur kreisen, sondern im Takt auf und ab hüpfen, so dass kein Auge trocken bleibt, das Publikum ist begeistert.

Ihre Frauen Ilona und Bärbel hätten die beiden wegen des Übergewichts auf Diät gesetzt, so dass es nur noch Körnermüsli und Körnerbrot, aber keinen Doppelkorn mehr gäbe. Immer wieder passt ein Lied dazwischen. Ob „Männer sind Bärchen“ in Anlehnung an die Ärzte, „Geh zu ihr“, „Zeit, die nie vergeht“ oder „Fahr doch“ frei nach Carpendales „Geh doch“ – immer sorgen Jürschn am Keyboard und Blumi mit tanzendem Bauch und herrlichen Grimassen für Begeisterung, Mitklatschen und Singen, das klappt ohne jede Aufforderung.

Auch „Hellfried Pilsator“, Weltmeister im Bierathlon, kommt immer wieder auf die Bühne und trinkt sein Bier nicht nur in einem Zug aus, sondern steckt auch gleich das ganze Glas in den Mund.

Doch am besten kommen die „Alltagsgeschichten“ an, in denen die Frauen fast ausschließlich die Hausdrachenrolle einnehmen und deshalb auch verlassen werden sollen. Auf die Frage, wer im Saal das gleiche vor hat, melden sich tatsächlich zwei Männer und freuen sich, dass Blumi gleich mehrmals vor Lachen kaum weitermachen kann.

Seit 2002 spielen Holger Blum und Hans-Jörg Hombsch am Radeberger Biertheater, wo sie zuerst nur als Eröffnungsprogramm für ein Hauptstück geplant waren, aber damit soviel Erfolg hatten, dass sie seitdem fester Bestandteil sind und regelmäßig mit neuen Programmen auf Tour gehen.

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