„Bierhähne“ zapfen Lachmuskeln an

Pressemitteilung der Lausitzer Rundschau vom 28.02.2012 Text/ Foto: Jens Golombek

„Frei von der Leber weg“ eroberten die „Radeberger Bierhähne“ bei ihrem Lübbener Gastspiel vom Fleck weg Herzen und Lachmuskeln selbst weiblicher Kabarettfreunde. Mit dem sächsischen Comedy-Duo gastierte am Samstagabend eine „urkomisch-musikalische Männerwirtschaft“ beim Winterkonzert im Wappensaal des Schlosses.

„Blumi“ Blum und „Hans-Jürschn“ Hombsch hatten ihren Hauptspielort, das Radeberger Biertheater, verlassen, um mit vollem Körpereinsatz in lässiger „Alltagsmode“ ihrem „Eheterrorismus“ zu entfliehen. Denn die holden Ilona und Bärbel („2,20 Meter geballte Gewalt“) würden die globale beziehungsweise frontale Leibesfülle der Bierhähne nicht mehr schätzen.

„Wir tun zum Frühstück nur noch picken“, berichtete „Blumi“, der deshalb seine „uneinholbare Führung in der Tabelle der Weightwatchers“ verspielt habe. Dabei hatte „Hans-Jürschn“ schlicht „jahrelang Fehler beim Duschen gemacht, Shampoo für mehr Volumen und Fülle benutzt“. So wurde schnell geklagt „ich will zurück zu meiner Mutter“, eine der zahlreichen, nicht weniger lustigen musikalischen Einlagen, bei denen Ost- und West-Welthits ganz neu interpretiert erklangen.

Jedes Eheleben gleiche ohnehin einem Hurrikan, fange mit einem leichten Blasen an, am Ende sei das Haus weg. Kaum ein Halbsatz der Leidensgeschichte bei der „Hornisse auf die Petunie“ beginnend erklang im ausverkauften Wappensaal ohne Gelächter. Sächsisches und angelsächsisches Vokabular kräftig vermischend zog sich der rote Faden „bis zur Bundeskanzlerin, der Außenministerin, alles Frauen“.

Die flüssige Männernahrung kam nicht zu kurz. Der Unterhopfung wurde von dem Duo, selbst oft mit der Fassung ringend, ausreichend vorgebeugt. Auch der „Bierathlonweltmeister Helfried Pilsator“ stattete den Lübbenern als „Voll-Profi“ einen Besuch ab. Nachdem mit Blumen und Pralinen ausreichend „Drachenfutter“ für die Versöhnung besorgt war, stand für „Blumi“ schließlich fest: „Die Frau ist das Wichtigste im Leben eines Mannes, nach der Fernbedienung.“

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