Hochprozentiger Angriff auf Lachmuskeln

Bierhähne und Gewitter bringen Gehrener Publikum zum Weinen

Pressemitteilung der Lausitzer Rundschau vom 11.07.2012 Text/ Foto: Henry Blumroth

Zu feuchten Augen und Tränen haben die Radeberger Bierhähne die Besucher der Gehrener Waldbühne kürzlich gebracht. In bestem Sächsisch strapazierte das Komiker-Duo die Lachmuskeln der Gäste mit hochprozentigem Humor in Wort und Musik. Nur ein Gewitter konnte den Spaß unterbrechen.

Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Rentner haben einen Platz auf der Waldbühne gefunden, als die Sachsen Holger Blum und Hans-Jörg Hombsch mit ihrer Bühnenshow starten. Ein Lacher jagt den nächsten. Vor allem Frauen bekommen ihr Fett weg. Mit einem “leichten Blasen” angefangen, münde die Beziehung zwischen Mann und Frau nicht selten in einem Hurrikan.
So manch ein Besucher wird wohl nicht so schnell vergessen, mit welcher Akrobatik Holger Blum seinen mächtigen Bierbauch tänzerisch – ein Stück weit sogar erotisch – einsetzt. Mit Schnäpsen und Bieren wirken die Künstler der Unterhopfung entgegen. Philosophische Gespräche definieren die Wortakrobaten mit “Prost!” und “Zum Wohl!”.

“Frei von der Leber weg” bringen die Bierhähne die Lachmuskeln zum Beben, bis nach zwei Stunden Programm der Wind auffrischt. Bierhahn Holger Blum sieht die dunklen Gewitterwolken zuerst. Besorgt blickt er in den Himmel. Die Künstler reagieren auf den bevorstehenden Schlag von oben und beschleunigen ihren Auftritt wortgewandt in Richtung Finale.
Wind, Regen und Donnergrollen werden jedoch irgendwann zu stark. Die Besucher der Freilichtbühne im Wald suchen Schutz in einem Saal. “Schade, dass es die Künstler nicht mehr geschafft haben. Nur noch eine halbe Stunde hat gefehlt”, ärgert sich das Waltersdorfer Ehepaar Heidi und Gerhard Weichert. Die Pointen seien nicht kitschig, sondern mitten aus dem Leben gegriffen gewesen, sagen sie. “Wir sind spontan zur Waldbühne gefahren. Das hat sich auch trotz des vorzeitigen Abbruchs voll gelohnt”, sind sich die Waltersdorfer einig.

Bierhahn “Blumi” und Bierhahn “Hans-Jürschn” hätten ihre Show gern über die humoristische Ziellinie gebracht. “Die Brandenburger sind ein besonderes Publikum. Sie sind offener als die Sachsen und feiern lieber”, erzählt Holger Blum. Das Finale hätten die Waldbühnenbesucher in diesem Jahr zwar verpasst, “das schaffen wir aber 2013 sicher mit einer neuen Show”, sagt der Mann mit dem kugelrunden Brauereigeschwür. “Der Spielort mitten im Wald ist toll. Wir kommen wieder!”

Henry Blumroth

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