Cottbuser Terrassentheater mit den Bierhähnen

Pressemitteilung der Lausitzer Rundschau von Roland Ufer

Terrassentheater Cottbus

Als Strohwitwer haben sich Holger Blum und Hans-Jörg Hombsch im City-Hotel Cottbus präsentiert. Ihre ausverkaufte musikalisch-komische Männerwirtschaft war einer der Höhepunkte des 5. Terrassentheaters.

Blumi und Hans-Jürschn sind für einige Tage unbeweibt, da ihre Frauen einen Urlaub auf der Beauty-Farm verleben. Das bietet beiden Gelegenheit, bei dem einen oder anderen Bier Erfahrungen auszutauschen und über die eigene „Ehefrauzipation“ zu singen. Denn „eman(n)zipiert“ seien schon ihre besseren Hälften, wie Blümi halb resignierend feststellt.

Im schönsten „sächsischen Hochdeutsch“ werden die Leiden eines Ehemannes und die Unterschiedlichkeit von Frauen und Männern besungen und besprochen. Als eines der größten Probleme zeigt sich dabei zwischen Blumi und seiner 2,20 Meter großen Bärbel die Sicht auf das Bier. Für ihn ein Lebenselixier, das beim „Frühschopfen“ ausgiebig genossen wird, für sie ein ewiges Ärgernis und Streitthema. Die Zeit in der ehefrauenfreien Oase wird ausgekostet. „Egal ob ich 18 Uhr oder nachts um 2 Uhr komme, Bärbel sagt immer dasselbe“, gibt der bekennende Biertrinker seine Erfahrungen zum Besten. Hinzu kommt der ausgedehnte Mollenfriedhof um Blumis Taille, der, o Graus, mit Obst und Gemüse, Bewegungs- und Ernährungsberatung korrigiert werden soll.

Da bewundert der von solcherlei Martern bedrohte Ehemann doch lieber Hellfried Pilsator. Doch auch dieser wird zum Milchtrinker, als seine Angetraute mit Scheidung droht. Schließlich ist die Ehefrau für ihren Mann das „Zweitliebste nach der Fernbedienung“.

So bleibt den Bierhähnen nur, von den Qualen des Mit-Einkaufen-gehen-müssens am Samstag, der Hausarbeit, von Mittagessen und Fernsehen, Nudelhölzern, Strafpredigten und dem Autofahren zu singen. Der Abend wird am 12. September wiederholt.
Foto/ Text : Ronald Ufer

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