Die „Bierhähne“ boten Kabarett mit Lachgarantie

Pressemitteilung der Sächsischen Zeitung vom 15.Dezember 2009 von Ulrike Herzger; Fotos: Ulrike Herzger

Geierswalde

„Nudelhaus“ und die Kabarettbühne „Ulknudel“, in der Gaststätte „Zur Grubenlampe“ gehören zusammen wie ein Paar exquisite Schuhe. Denn wenn hier ein- bis zweimal im Monat kabarettistisches Flair zu erleben ist, dann sind die Fans des lukullischen und humoristischen Geschmacks nicht mehr zu bremsen. Die Karten für das gewünschte Programm bestellt man am besten vor, um nicht das Nachsehen zu haben.

So waren auch die drei Abendveranstaltungen am vergangenen Wochenende mit den „Bierhähnen“ (Holger Blum und Hans-Jörg Hombsch) vom Radeberger Biertheater wieder ausgebucht. Denn diese beiden Komiker gehören hier schon ein bisschen zum Inventar. Das Stammpublikum weiß, was es an ihnen hat: „Es ist Kabarett mit Lachgarantie!“ Aber auch „Blumi“ und Hans-Jörg kommen immer wieder gern ins Lausitzer Seenland, um die „Ulknudel“ zum Kochen zu bringen, denn „Standing Ovation erleben wir nicht so häufig – hier aber schon!“

Ihr Motto „Flaschenbier und Schneegestöber“ konnte inmitten der Weihnachtsvorbereitungen nicht passender gewählt sein. Hatten sie doch im schönsten Sächsisch wieder mal die Problemchen im Zusammenleben von Frau und Mann am Wickel. „Einkaufen mit der eigenen Frau ist nicht machbar! Ein Beispiel ist schon, wenn man bepackt wie ein Esel, die Taschen schleppend, durch die unendlichen Einkaufspassagen getrieben wird… Zeit, die nie vergeht“, singen die beiden, woraufhin nicht nur Männer im Publikum einstimmen.

Vergnügen bereiten allen auch die soliden Streckenkenntnisse, wenn die holde Weiblichkeit „mal schnell“ mit dem Auto von A nach B will. Da wird sogar das Navi verrückt. Wie kann ein daheim gebliebener Ehemann in so einem Fall die verfahrene Situation noch per Handy retten? „Am besten, die Frauen bleiben mal für ’ne Weile im Schnee stecken!“

Und dass man im Saal nicht nur über die beiden auf der Bühne lachen wollte, sondern auch selbst viel Spaß versteht, bewies Marianne, die sich „Blumi“ kurzerhand aus der Menge fischte, damit sie an Stelle seiner Frau auf der Fahrerseite seines imaginären Wagens Platz nehme. „Frauen am Steuer und Männer als Beifahrer.“ Ein Kapitel für sich. „Na, da fahr doch!“ sangen schließlich wieder die „Bierhähne“ und das Publikum vereint.

Stürmischer Beifall war der Lohn für die Künstler, womit die dritte Kabarettsaison im „Nudelhaus“ schon fast beendet ist.

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