Zwei Premieren in einer Woche
Erst Hotel Mama, dann Prost Malzau

Wir wissen es selber nicht wie wir dazu gekommen sind, innerhalb von sechs Tagen zwei Premieren zu feiern. Über Arbeit können wir uns wirklich nicht beklagen, da wir ja selber dafür sorgen, dass wir von Probe zu Probe eilen.
Erst wird unsere Neue etwas andere Bierhahnshow ” Hotel Mama” im Kulturhaus Bischofswerda am 28.09.2007 zu ersten Mal aufgeführt und genau sechs Tage später starten wir mit dem Ensemble des “Radeberger Biertheater” in die Spielzeit 2007/2008 mit dem Stück “Prost Malzau”.
Es macht dennoch einen riesigen Spaß an zwei verschiedenen Stücken zu arbeiten, zu proben und aufzuführen. Hans Jürschn kann zwar sein Studio nicht mehr sehen, weil er ständig an den musikalischen Verbesserungen arbeiten muss und neben bei die zwei Textbücher in der Hand hat, die er lernen muss.
Über das Hotel Mama schreibt der “Oberlausitzer Kurier” im Vorfeld folgendes:
“Bierhähne ulken im beliebten Hotel Mama”
Auch diesmal berichten die Bierhähne in ihrer unverwechselbar komischen Art über Probleme von Männern mit Frauen. „Wir versuchen dem Ursprung dieser Probleme auf die Spur zu kommen“, sagt Holger Blum, auf der Bühne „Blumi“ genannt.
Abwechselnd werden er und Hans Jörg „Hans Jürschn“ Hombsch in die Rollen der Mütter, Freundinnen und Frauen schlüpfen und Episoden aus dem Leben spielen, die bestimmt jede® schon mal erlebt hat. „Oft kommen wohlgemerkt die Zuschauerinnen nach der Show zu uns und sagen: ‚Es ist so schön, wie bei uns Daheeme!“, berichtet Hans Jürschn. Blumi ergänzt: „Im Publikum spielt sich meist folgende Szene ab: Frauen stupsten ihre Männer an mit den Worten ‚Da guck’s dir an.‘ Danach klatschen die Herren nicht mehr so begeistert.“ Diesmal soll aber nicht nur das Verhalten der Herren auf die Schippe genommen werden, sondern auch die Frauen bekommen ihren Teil ab. Den Rahmen bildet ein Seminar bei dem Blumi als Referent den Männern – darunter Hans Jürschn – unter anderem die historischen Ursprünge für das Hotel Mama erklärt. Dazu kommen viele kleine Geschichten über die Spannungen im Alltag zwischen Männern und Frauen, etwa der Einkauf beim Bäcker oder nicht korrekt aufgehängte Wäsche. „Insgesamt sind wir kritischer geworden, besonders in Bezug auf faule Männer mit 40, die ihrer Mutter wirklich auf der Tasche liegen, bis mittags schlafen und davon erzählen einmal groß rauszukommen“, sagt Hans Jörg Hombsch. Aber keine Angst, auf die urkomischen Lieder der beiden beleibten Herren braucht niemand im „Hotel Mama“ verzichten. „Die Lieder sind und bleiben unser Markenzeichen“, erklärt Bierhahn Blumi.
An diesem Montag sitzen die Bierhähne ganz entspannt auf ihren Stühlen, lachen und trinken ihren Kaffee. Noch immer ist die Bühnen-Dekoration Thema. Die leeren Kaffeetassen stehen nun auf dem Tisch und der Aschenbecher hat sich gefüllt. Am nächsten Tag gegen neun Uhr werden die beiden Bierhähne wieder in Bischofswerda sein und die Proben bis zur Premiere am 28.09.2007 fortsetzen.
Katrin Kunipatz
Da bleibt uns nur noch zu Wünschen: “Toi Toi Toi” für die zwei Premieren